Quartier am Wiener Platz: Klimaneutral, sozial durchmischt und urban
Immobilienbrief Nr. 417, Foto: Beyonity
„So etwas habe ich in all den Jahren noch nie erlebt.“ Sätze wie diese sind dieser Tage überall zu hören. Und dies auch von Silberrücken, die schon manche Immobilienkrise durchgestanden haben.
Viele schwanken zwischen Zweckoptimismus, Fatalismus, Resignation und Hoffnung auf bessere Zeiten. Besonders hart trifft es die Entwickler von Büroprojekten. Selbst wer einen Mieter hat, kann meist nicht bauen, da ein Verkauf bei den heute akzeptierten Faktoren zu Verlusten führen würde. Keine einfache Situation. Sie wird uns noch ein Weilchen beschäftigen, befürchten wir.
Das Neue Heim hat mit dem viel gelobten Quartier am Wiener Platz noch das passende Zeitfenster erwischt. Das Glück des Tüchtigen. Weiter steigende Zinsen und Baukosten machen den klassischen Mietwohnungsbau immer unrentabler. Ohne massive Subvention geht nichts. Das kann es nicht sein, wieder einmal müssen wir Reformen einfordern. Bürokratie abbauen, Bauen verbilligen, Gebäudetyp E rechtssicher machen …
Einen schlanken Fuß hat sich das Stuttgarter Landgericht gemacht. Aus Gründen der Prozessökonomie wurde das Verfahren gegen Michael und Mark Warbanoff gegen Zahlung von je 20 000 Euro eingestellt. Die Vorwürfe der Insolvenzverschleppung und Marktmanipulation beim Fellbacher Schwabenlandtower sind damit vom Tisch. War es denn ökonomisch, dass die Staatsanwaltschaft fünf Jahre ermittelt hat? Und warum braucht es zirka zehn Jahre bis zur Klageerhebung?
Vor allem aber: Viele Menschen haben ihre Ersparnisse, ihre Altersvorsorge verloren. Andere haben ihr Heim verkauft in der Annahme, in den Tower ziehen zu können. Die Betroffenen wie die Öffentlichkeit, die mit einer Bauruine leben muss, hätten eine zeitnahe juristische Aufarbeitung verdient. Es ist ein zweistelliger Millionenschaden entstanden. Dass das Strafverfahren eingestellt wurde, untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat.
Seit vorigem Donnerstag erst ist die Stelle des Stuttgarter Wirtschaftsförderers wieder ausgeschrieben. Für 10 622,28 Euro brutto. Warum hat dies zwei Monate gedauert? Im Mai bereits wurde bekannt, dass Torsten von Appen geht. Stuttgart hat Einstellungsstopp, und da Wirtschaftsförderung keine Pflichtaufgabe ist, musste die Ausschreibung genehmigt werden. Trotzdem muss so etwas schneller gehen. In der jetzigen Krisensituation kann es sich eine finanziell gebeutelte Stadt nicht leisten, eine solche Schlüsselposition lange vakant zu lassen.
Zumindest auf uns können Sie sich verlassen. Pünktlich und nach Plan liefern wir Informationen, Meinung und Hintergrund. Und das bleibt auch so.
Herzlich grüßt Sie
Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber
Otto-Quartier in Wendlingen, ein ambitioniertes Projekt.
Immobilienbrief Nr. 338, Quelle: CG Elementum
Immobiliendialog Region Stuttgart mit Rekordbeteiligung
Immobilienbrief Nr. 329, Quelle: Kplus Konzept Studios
Villengärten am Relenberg
Immobilienbrief Nr. 390, Quelle: Epple
Der neue Stuttgarter Hauptbahnhof
Immobilienbrief Nr. 353, Quelle: Ingenhoven / HGEsch
„KaepseLE Goldäcker“ ist eines der neuen IBA-Projekte
Immobilienbrief Nr. 352, Quelle: Duplex Architekten
Strenger startet Wohnungsbau im Neckarpark
Immobilienbrief Nr. 349, Quelle: Strenger

