Über Jahrzehnte ist das Stengel-Werk gewachsen. Immobilienbrief Nr. 412, Quelle: Stengel
Liebe Leser!
Wenn Sie schon einmal auf einem großen Kreuzfahrtschiff unterwegs waren, dann ist die Chance hoch, dass Sie ein Fertigbad von Stengel hatten.
Der Weltmarktführer aus Ellwangen erobert mit schwäbischer Ingenieurs- und Handwerkskunst auch zunehmend den Hochbau und fertigt beispielsweise für Apartments und Hotels. Aber auch für den klassischen Wohnungsbau wie für die Fehrle-Gärten der Landesbaugenossenschaft. Und wenn Bauherren, Architekten und Generalunternehmer so denken würden wie Schiffsbauer, könnten sie noch deutlich mehr sparen, sagt Unternehmenschef Josef Stengel.
Um Innovation beim Bauen und Betreiben von Immobilien geht es auch bei unserem zweiten großen Thema. Lava Energy aus Stuttgart setzt im Laihle-Areal die Energiewende um. Dass es hier um 762 Wohnungen geht, dürfte eher ein (Größen-)Vorteil sein. So lohnt sich die Kombination aus mehreren Technologien, um die Klimaziele zu erreichen. 16 Wohnungseigentümergemeinschaften mussten dabei unter einen Hut gebracht werden.
Beide Beispiele zeigen, wie hoch die technologische Kompetenz im schwäbischen Kernland ist. Und sie verdeutlichen, dass damit Arbeitsplätze geschaffen und Wertschöpfung betrieben werden kann. Bei der Neuaufstellung der Wirtschaft sollten Innovationen im Segment Bau und Immobilien eine hohe Aufmerksamkeit zukommen. Bislang stand die Branche nicht gerade für die höchste Innovationskraft, woraus sich die gute Nachricht ableitet: Die zu hebenden Potenziale sind besonders groß.
Ob wir im Zusammenhang mit dem digitalen Bahnknoten Stuttgart noch von „Innovation“ reden können, erscheint zweifelhaft. Für die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 gibt es nicht einmal mehr einen Termin (der dann zumindest nicht gerissen werden kann). Jetzt fordert der Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel (Grüne), die Strecke vom Flughafenbahnhof nach Ulm vorab in Betrieb zu nehmen.
Vor 15 Jahren haben wir bereits angeregt, über einen neuen Hauptbahnhof am Flughafen nachzudenken. Die Milliarden für die Tunnel würden entfallen und das Städtebauprojekt Stuttgart 21 könnte trotzdem rea-lisiert werden, so unsere damaligen Argumente. Und ursprünglich seien die Bahnhöfe auch vor den Toren der Stadt gebaut worden (Immobilienbrief Stuttgart Nr. 87).
Nicht auszudenken, wenn damals die Verantwortlichen auf uns gehört hätten. Der neue Stadtteil Stuttgart-Rosenstein wäre längst vollendet und die Hochgeschwindigkeitsstrecke in Betrieb. So aber …
Kein bisschen schadenfroh grüßt Sie
Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber
Otto-Quartier in Wendlingen, ein ambitioniertes Projekt.
Immobilienbrief Nr. 338, Quelle: CG Elementum
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Immobilienbrief Nr. 329, Quelle: Kplus Konzept Studios
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Immobilienbrief Nr. 390, Quelle: Epple
Der neue Stuttgarter Hauptbahnhof
Immobilienbrief Nr. 353, Quelle: Ingenhoven / HGEsch
„KaepseLE Goldäcker“ ist eines der neuen IBA-Projekte
Immobilienbrief Nr. 352, Quelle: Duplex Architekten
Strenger startet Wohnungsbau im Neckarpark
Immobilienbrief Nr. 349, Quelle: Strenger
