Oberbürgermeister Frank Nopper unterzeichnet gemeinsam mit der Stuttgarter Wohnungswirtschaft ein Grundlagenpapier. Immobilienbrief Nr. 408, Foto: Stuttgart/Niedermüller

Liebe Leser!

Politisch war Ihr Immobilienbrief Stuttgart schon immer. Für die letzte Ausgabe vor der Landtagswahl gilt das ganz besonders. Denn es wird keine Wahl wie so viele, die wir seit 2008 mit unserem Sprachrohr für die Metropolregion Stuttgart begleitet haben. Es wird eine besondere Wahl, vielleicht eine Schicksalswahl für die Menschen und die Wirtschaft in diesem Land. Die Herausforderungen sind riesig, ohne mutige Reformen und deutlich weniger Bürokratie wird es nicht gehen.

Aufgerüttelt hat uns auch eine ausführliche Mail unseres Lesers U. M. aus Stuttgart. Er beschreibt, warum seine Familie sich nach Jahrzehnten aus der Vermietung zurückzieht und sich lieber am Kapitalmarkt engagiert. Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall, sondern um eine Entwicklung, vor der auch Verbände wie Haus & Grund deutlich warnen.

„Positiv fallen oft die privaten Vermieter auf, die ein persönliches Verhältnis zu ihren Mietern haben und denen die Immobilie am Herzen liegt“, sagt Rolf Brodda, Vorsitzender und Geschäftsführer des Mietervereins Stuttgart und Umgebung, im Immobilienbrief Stuttgart Nr. 404. „Die börsennotierten Unternehmen schauen hingegen nur auf die Rendite und sitzen weit weg.“ Er bestätigt, dass Stuttgart mit seinem hohen Anteil an privaten Vermietern ein guter Ort für Mieter ist. Und Brodda dürfte des Kleinvermieter-Lobbyismus völlig unverdächtig sein.

Inzwischen sind wir so weit, dass private Eigentümer nicht mehr in der Lage sind, ihre Immobilien selbst zu verwalten. Zumindest so, dass sie den stetig steigenden Anforderungen von Gesetzgeber und Justiz gerecht werden. Das überfordert zunehmend Profis.

Ob Büro- und Logistikflächenumsatz, gewerbliches Investmentvolumen oder Miet- und Kaufpreisentwicklung von Wohnimmobilien: Stuttgart ist regelmäßig Schlusslicht unter den Top-Sieben-Metropolen. Auch in dieser Ausgabe wieder nachzulesen in Zahlen vom Verband deutscher Pfandbriefbanken. Auch das zeigt, dass der Reformbedarf in Baden-Württemberg besonders groß ist.

Ihr Immobilienbrief Stuttgart ist politisch engagiert, aber parteipolitisch neutral. Eine Wahlempfehlung werden Sie von uns also weder erhoffen können noch befürchten müssen. Aber eine dringende Bitte: Informieren Sie sich, gehen Sie zur Wahl und machen Sie Ihre zwei Kreuze an der richtigen Stelle. 

Sehr herzlich grüßt Sie

Ihr

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

Der aktuelle Immobilienbrief vom 24. Februar zum Download

 

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