Ein Quartier am Ortsrand mit Blick auf die Festung Hohenasperg
Immobilienbrief Nr. 416, Quelle: Pandion

Liebe Leser!

Am Stuttgarter Büro- und Investmentmarkt haben wir die gleiche Situation wie vor einem Jahr: Die Umsätze sind abermals gesunken, die Landeshauptstadt ist wieder Schlusslicht unter den Top-Sieben-Standorten. Die Makler erwarten ein besseres zweites Halbjahr, was mutmaßlich auch passieren wird. Unabhängig davon spiegeln die Zahlen die Strukturkrise wider, in der sich insbesondere die Metropolregion Stuttgart befindet. Die Politik muss endlich weitgehende Reformen stemmen, hier richten sich Blick und Hoffnung auch auf die neue Landesregierung.

Geliefert hat Triqbriq. Das Tübinger Holzbau-Start-up geht den nächsten Schritt und startet die globale Skalierung seiner innovativen Briqs aus Schad- und Recyclingholz. Die Expansion läuft mit vollautomatischen Produktionslinien des Spezialmaschinenbauers VKE aus Heidenheim und Iggingen. Das zeigt, wir können nicht nur Autos. Ein Lichtblick!

Hoffnung macht auch eine Prognos-Studie. Demnach könnten knapp die Hälfte der 7,7 Millionen, die in Deutschland im verarbeitenden Gewerbe und der Informations- und Kommunikationstechnik arbeiten, auch Rüstungsgüter produzieren. In der Region Stuttgart ist der Anteil der sogenannten Dual-Use-fähigen Jobs mit 53 Prozent bundesweit am größten. Das allein wird die Verluste im Bereich Automotive zwar nicht ausgleichen, aber es kann neben Robotik und anderem ein Baustein sein.

Ein Aufreger ist aktuell die Frage, ob Politiker beim Schreiben ihrer Reden und Journalisten bei ihrer Arbeit KI einsetzen dürfen. Nun, wir nutzen Künstliche Intelligenz zwar als Hilfsmittel, aber die eigentliche Recherche und vor allem das Schreiben erfolgt noch mittels NI (natürlicher Intelligenz). Dies nicht nur, weil wir glauben, dass KI niemals das Sprachgefühl, die Pointierung und die Erfahrung eines guten Journalisten ersetzen kann. KI nivelliert – nach unten.

Wenn wir KI für die Suche nach Informationen nutzen, sind wir entsetzt, wie viel Blödsinn wir über uns lesen. Kleine Beispiele: Der Immobilienbrief sei ein kostenpflichtiges Medium, die PDFs verschlüsselt und Herausgeber sei Unterreiner Medien zusammen mit einem Maklerunternehmen (dessen Namen wir bei der Suche eingegeben hatten).

Hier wird also noch echte Handwerksarbeit geleistet, aus Respekt vor dem Beruf ebenso wie vor den Themen und vor allem Ihnen, unseren Lesern. Oder anders formuliert: In der Sterneküche steht auch kein Thermomix!

Selbstbewusst und fröhlich grüßt Sie, zurück aus der Frühsommerpause

Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber

 

Der aktuelle Immobilienbrief vom 07. Juli zum Download

 

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Immobilienbrief Nr. 338, Quelle: CG Elementum

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