Bürofläche im Bosch-Areal vermietet. Immobilienbrief Nr. 414, Foto: Immoraum
Liebe Leser!
Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich massiv verschlechtert. Das Ifo-Institut misst den stärksten Rückgang des entsprechenden Geschäftsklimaindikators seit April 2022.
„Eine solche Krise habe ich noch nie erlebt“, sagt entsprechend Markus Lechler mit Blick auf den Wohnungsbau. Nicht die einzige, aber die längste Krise in den knapp 40 Jahren, die der Makler schon im Geschäft ist. Besserung in Sicht? „Hoffnung ist da, aber zumindest kurzfristig sehe ich keine wesentlichen Impulse. Leider!“
Dabei soll laut Verband Region Stuttgart die Zahl der Einwohner in der Landeshauptstadt und den fünf umgebenden Landkreisen bis 2045 um 117 000 steigen. Dafür wären etwa weitere 80 000 Wohnungen nötig, zusätzlich zu denen, die bereits heute fehlen. Die müssen nicht nur gebaut werden, dafür braucht es auch Bauland, das – raten Sie mal – fehlt. Ebenso wie Flächen für die dringend nötige Transformation der Wirtschaft. Ab einem Bedarf von 5 Hektar können die Wirtschaftsförderer ansiedlungs- oder vergrößerungswillige Unternehmen gleich in andere Regionen schicken.
Auf die neue Landesbauministerin kommt also eine Herkulesaufgabe zu, so wie auf das gesamte Kabinett unter Cem Özdemir. Aber zumindest hat Theresa Schopper als ehemalige Kultusministerin reichlich Erfahrung mit maroden Gebäuden und Sanierungsstau sammeln können.
Die zweite Personalie hat uns noch mehr überrascht. Torsten von Appen ist nicht mehr im Amt. Die Landeshauptstadt hat in der wahrscheinlich größten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit aktuell keinen Wirtschaftsförderer. Wir haben von Appen immer als jemanden erlebt, der fest an die Zukunft Stuttgarts geglaubt hat und sie mitgestalten wollte (Immobilienbrief Stuttgart Nr. 398). Vorigen Monat erst haben wir mit ihm darüber gesprochen, wie der Mipim-Auftritt 2027 und ein gemeinsamer Büromarktbericht für die Region gelingen könnte.
Wirtschaftsförderer war von Appens Traumjob. Ist er am System gescheitert oder an den eigenen Ansprüchen? Wer für seine Aufgabe brennt, kann auch schnell verglühen.
Die Stelle muss zügig und vor allem kompetent besetzt werden. Nur gut, dass wir einen OB haben, der sich selbst als obersten Wirtschaftsförderer versteht. Frank Nopper, Stuttgart und auch die Immobilienwirtschaft brauchen Sie jetzt noch mehr!
Herzlich grüßt Sie in schweren Zeiten
Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber
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